Kleidung und Allgemeines
Trage Sportkleidung, in der du dich gut bewegen kannst und für das Springen saubere Turnschuhe mit heller Sohle, die dir gut passen. Für die Dressur sind Gymnastikpatschen und gummierte Socken/Hafti-Socken ebenfalls erlaubt. Einflechten der Hobbyhorses ist keine Pflicht, aber wir freuen uns darüber – es ist ja schließlich ein Turnier! 🙂 Die genauen Zubehör-Richtlinien für die einzelnen Wettbewerbe findest du weiter unten.
Deine Startnummer erhältst du nach der vollständigen (!) Anmeldung per E-Mail. Bastle sie zuhause und befestige sie gut sichtbar am Zaumzeug oder Vorderzeug von allen Hobbyhorses, mit denen du am Turnier teilnimmst!

Altersklassen und Platzierungen
Dieses Jahr wird bei allen Wettbewerben nach den folgenden Altersklassen gewertet:
| Unter 12 | 12-15 | 15-18 | 18+ |
Sollten in einer Altersklasse nicht genug Teilnehmer*innen sein, wird diese Altersklasse mit der nächst-niedrigeren zusammengelegt. Pro Wettbewerb und Altersklasse gibt es voraussichtlich bis zum 5. Platz eine Schleife, bei sehr wenig oder sehr vielen Teilnehmer*innen wird die Anzahl an Schleifen angepasst.

Springen
Alle Parcours bestehen aus 8-12 Hindernissen. Die Hindernishöhen ändern sich immer in 5cm-Abständen, dh. in einem Parcours bis 55cm können Hindernisse mit 40, 45, 50 und 55cm Höhe enthalten sein. Den Parcours-Plan bekommen alle Teilnehmer*innen vor Ort. Die Hindernisse sind nummeriert und der Parcours kann vor jedem Wettbewerb für einige Minuten von allen Teilnehmer*innen besichtigt werden. Für Abwürfe und Abweichen von der vorgegebenen Route gibt es Fehlerpunkte.
Schuhe und Equipment
Der/die Teilnehmer*in muss saubere (Hallen-)Schuhe mit einer hellen Sohle tragen. Das Hobbyhorse muss ein Zaumzeug mit Zügeln tragen.
Gebisslose Trensen, Fliegenohren, Vorderzeuge, Hilfszügel und Gerten sind erlaubt.
Nicht erlaubt sind: Fliegenmasken, Decken, eindeutige Westerntrensen wie z.B. das Bosal, Knotenhalfter und Halsringe
Ablauf und Bewertung – Stilspringen
Der Parcours darf betreten werden, sobald der/die vorige Teilnehmer*in den Parcours verlassen hat. Nach dem Signal der Richterin darf der Parcours selbstständig begonnen werden. Bei diesen Prüfungen fließen der Springstil und der gesamte optische Eindruck in die Bewertung mit ein. Jede/r Teilnehmer*in beginnt den Parcours mit 10 Punkten. Für jedes gerissene Hindernis erhält er/sie einen Fehlerpunkt, der von den 10 Basis-Punkten abgezogen wird.
Weitere Fehlerpunkte gibt es außerdem für:
- Vergessen oder verweigern eines Hindernisses (2 Fehlerpunkte, nach einem Verweigern darf das Hindernis neu angeritten werden)
- Falsche Reihenfolge der Hindernisse (2 Fehlerpunkte)
- Die Zügel werden verloren oder nicht in beiden Händen gehalten. (2 Fehlerpunkte)
- Das Hobbyhorse befindet sich nicht zwischen den Beinen des/der Teilnehmer*in (2 Fehlerpunkte)
- Laufen. Die Gangart Galopp muss zwischen den Hindernissen durchgehend erkennbar sein. (2 Fehlerpunkte)
Der Springstil wird mit 0 bis 7 Punkten bewertet. 0 = unschöner Springstil, 7 = sehr schöner Springstil. Diese Stilpunkte werden zu den verbleibenden Punkten hinzugefügt. Zwei Beispiele:
10 Basispunkte – 3 Fehlerpunkte (3 Hindernisse gerissen) + 5 Stilpunkte (schöner Stil) = 12 Punkte
10 Basispunkte – 1 Fehlerpunkt (1 Hindernis gerissen) + 0 Stilpunkte (sehr unschöner Stil) = 9 Punkte
Die Person, die am Schluss des Wettbewerbs die meisten Punkte hat, gewinnt. Das bedeutet, dass eine Person mit ein paar Fehlerpunkten, aber einem sehr schönen Springstil, den Wettbewerb gewinnen kann. Falls mehrere Personen bei der Punkteanzahl gleichauf liegen, gibt es ein Stechen. (= Finalrunde)
Kriterien für einen „schönen“ Springstil sind:
- Das Hindernis wurde gerade und in einem passenden Tempo angeritten
- Der Absprungpunkt wurde gut gewählt (wenig oder keine Trippelschritte vor dem Hindernis)
- Die Hände und Arme bleiben ruhig
- Möglichst gerader Rücken über dem Hindernis
- Saubere elastische Landung ohne Stolpern
Das „richtige“ Absprungbein und Galoppwechsel werden nicht gewertet. Außengalopp ist ok, wenn du ihn schön genug reiten kannst, dass er nicht negativ auffällt.
Ablauf und Bewertung – Zeitspringen
Der Parcours darf betreten werden, sobald der/die vorige Teilnehmer*in den Parcours verlassen hat. Nach dem Signal der Richterin darf der Parcours selbstständig begonnen werden. Beim Zeitspringen werden Fehlerpunkte gezählt und die Zeit gestoppt. Pro gerissenem Hindernis bekommt der/die Reiter*in einen Fehlerpunkt.
weitere Fehlerpunkte gibt es außerdem für:
- Vergessen oder verweigern eines Hindernisses (2 Fehlerpunkte, nach einem Verweigern darf das Hindernis neu angeritten werden)
- Falsche Reihenfolge der Hindernisse (2 Fehlerpunkte)
- Die Zügel werden verloren oder nicht in beiden Händen gehalten (2 Fehlerpunkte)
- Das Hobbyhorse befindet sich nicht zwischen den Beinen des/der Reiter*in (2 Fehlerpunkte)
- Laufen. Die Gangart Galopp muss zwischen den Hindernissen durchgehend erkennbar sein. (2 Fehlerpunkte)
Die Person mit den wenigsten Fehlerpunkten und der besten Zeit gewinnt den Wettbewerb. Falls mehrere Personen sowohl bei den Fehlerpunkten, als auch bei der Zeit gleichauf liegen, gibt es ein Stechen. (= Finalrunde)
Ablauf und Bewertung – Mächtigkeitsspringen
Beim Mächtigkeitsspringen wird ein Hindernis, beginnend bei 100cm, von allen Teilnehmer*innen der Reihe nach übersprungen. Wer es schafft, kommt automatisch in die nächste Runde und stellt sich hinten an. Wer das Hindernis reißt, bekommt einen zweiten Versuch. Wird das Hindernis dabei ein zweites Mal gerissen, scheidet die Person aus. Wird der Sprung geschafft, kommt die Person ebenfalls in die nächste Runde weiter. Die Fehlversuche werden mitgezählt.
Nach jeder Runde wird das Hindernis um 5cm erhöht und wieder von allen Teilnehmer*innen übersprungen. Dieser Vorgang wiederholt sich, bis nur noch eine Person übrig ist. Scheiden in der Finalrunde alle noch übrigen Personen aus, wird der Wettbewerb von der Richterin beendet und es gewinnt die Person mit den insgesamt wenigsten Fehlversuchen.
Gründe für eine Disqualifizierung/Abbruch:
- Nicht erlaubtes/unpassendes Equipment oder unpassende Kleidung (siehe Schuhe)
- Gefahr der Beschädigung des Parcours
- Sturz
- Unsportliches Verhalten (Hobbyhorse werfen, andere Prüfungen stören etc.)

Dressur
Junior-Dressur und L-Dressur haben eine festgelegte Aufgabe, die beim Turnier nachgeritten wird. Diese befindet sich demnächst weiter unten als Download. Die Aufgaben werden NICHT vorgelesen, sie müssen auswendig gelernt werden. Man kann sich ein Mal von der Richterin helfen lassen, ohne dafür Fehlerpunkte zu bekommen. Dafür bleibt man während der Prüfung stehen und hebt die Hand. Ein Dressur-Guide befindet sich weiter unten im Downloadbereich. Er enthält die genauen Beschreibungen aller Bewegungen aus den original finnischen Hobbyhorsing-Dressur-Regeln, sowie ein paar hilfreiche Ergänzungen.
Die Küren können selbst gestaltet und eine eigene Musik verwendet werden. Die folgenden Lektionen müssen in der Musikkür enthalten sein:
Unter 12:
- Galopppirouette
- Galoppwechsel bei jedem Sprung – 4x oder mehr
- Passage min. 6 Tritte
Alle anderen Altersklassen:
- Galopppirouette
- Galoppwechsel bei jedem Sprung – 4x oder mehr
- Passage min. 6 Tritte
- Piaffe-Pirouette
Die Kür sollte zwischen 2 und 3,5 Minuten dauern. Die Musik muss bei der Anmeldung oder bis 16. Mai bekannt gegeben werden.
Am wichtigsten ist die Ausführung der Lektionen. Eine einfache aber ordentlich gerittene Kür kann eine höhere Wertung bekommen als eine anspruchsvolle aber unsauber gerittene Kür. Für die Partner-Kostümkür gibt es KEINE Pflichtlektionen. Sonst gelten die selben Regeln wie für die Einzelkür.
Die Dressurvierecke
Die Größe der drei Dressurvierecke beträgt 5×10 Meter, 7×14 Meter und 7×21 Meter. Der Richtertisch steht immer bei C, der Eingang des Vierecks ist bei A.
Junior-Dressur und L-Dressur werden im kleinen Viereck geritten, Kür und Partner-Kostümkür im großen Viereck.
Equipment
Der/die Teilnehmer*in muss saubere (Hallen-)Schuhe mit einer hellen Sohle, Gymnastikpatschen oder gummierte Socken/Hafti-Socken tragen.
Das Hobbyhorse muss ein Zaumzeug mit Zügeln tragen. Alle Dressurprüfungen dürfen auf Trense oder Kandare geritten werden. Gebisslose Trensen und Fliegenohren sind erlaubt.
Nicht erlaubt sind: Fliegenmasken, Fliegennetze beim Maul, Decken, Vorderzeuge, Hilfszügel, Gerten, eindeutige Westerntrensen wie z.B. das Bosal, Knotenhalfter und Halsringe
Kleines Dressurviereck
und Junior-Viereck

Klein: 7 Meter x 14 Meter
Junior: 5 Meter x 10 Meter
(Die schwarzen Buchstaben am Rand sind sichtbar, die grauen im Viereck nicht!)
Großes
Dressurviereck

7 Meter breit
21 Meter lang
Ablauf und Bewertung
Es wird bei A eingeritten und bei X stehen geblieben und gegrüßt. Die Prüfung beginnt daraufhin mit dem Kommando der Richterin.
Jeder Teil der Aufgabe wird mit 0-10 Punkten bewertet. Wird eine Lektion gar nicht ausgeführt, gibt es dafür 0 Punkte.
Bei der Partner-Kostümkür werden zusätzlich noch die Outfits mit 0-10 Punkten bewertet. 0 Punkte bekommt man, wenn gar kein Konzept erkennbar ist.
Die Musik für die Kür wird entweder ab dem Gruß abgespielt (Dh. wenn der Arm gehoben oder genickt wird, drücken wir auf Play) oder schon beim Einreiten, je nachdem was du bei der Anmeldung angegeben hast. Die Kür endet mit dem Abschluss-Gruß des/der Teilnehmer*in, auch wenn die Musik noch läuft. Es ist also egal, wenn der Musiktitel länger als 3,5 Minuten dauert.
Es werden die Ausführung der Bahnfiguren und Lektionen, die Flüssigkeit und Unterscheidbarkeit der Gänge und Übergänge, sowie die Körperhaltung bewertet. Auch der optische Gesamteindruck fließt in die Bewertung mit ein. Bei der Kür und der Partner-Kostümkür wird zusätzlich bewertet, ob die Bewegungen zur Musik passen. Für grobe Fehler kann es außerdem Fehlerpunkte geben, diese werden von den Gesamtpunkten abgezogen:
- Die Aufgabe wird vor dem Signal der Richterin angefangen
- Stolpern
- Die Aufgabe vergessen/sich verreiten*
- Sich von jemandem außerhalb des Vierecks helfen lassen, der nicht die Richterin ist*
- Die Kür ist zu lang
* Man kann sich ein Mal von der Richterin helfen lassen, ohne dafür Fehlerpunkte zu bekommen. Dafür bleibt man während der Prüfung stehen und hebt die Hand.
Für den ersten, oben genannten Fehler erhält man 2 Fehlerpunkte. Alle weiteren Fehler zählen 4 Fehlerpunkte.
Gründe für eine Disqualifizierung/Abbruch:
- Das Viereck wird nicht über den Eingang betreten oder während der Prüfung verlassen
- Nicht erlaubtes/unpassendes Equipment
- Sturz
- Unsportliches Verhalten (Hobbyhorse werfen, andere Prüfungen stören etc.)

Hobbyhorse-Show
Du kannst dein Hobbyhorse während des Turniers zu bestimmten Zeiten beim Richtertisch vorbeibringen und es bewerten lassen. Dort erhältst du auch deine Nummer für die Show. (Diese ist NICHT gleich wie deine Startnummer und du musst sie auch nicht basteln!) Die Bewertungskriterien sind:
- Aussehen (Sauberkeit, Form, Haltung – 10 Punkte)
- Rassestandard (entspricht das Aussehen der angegebenen Pferderasse – 10 Punkte)
- Qualität (Nähte, Befestigung von Ohren und Gesicht, Fülllung etc. – 10 Punkte)
Es sind selbstgemachte und gekaufte Hobbyhorses für die Show zugelassen und sie werden in eigenen Kategorien bewertet. Selbstgemacht bedeutet: Es wurde entweder selbst oder von jemandem aus der Familie hergestellt. Gekauft bedeutet: es wurde gekauft, egal ob von einer Freundin, einer Kleinherstellerin oder von einer großen Marke.
Die Präsentation ist ein eigener Programmpunkt: In der Reihenfolge der Nummern werden die Hobbyhorses einzeln an der Hand dem Publikum präsentiert. (Dh das Hobbyhorse wird „geführt“) Der/die Teilnehmer*in betritt den Showbereich und präsentiert in der Mitte das Hobbyhorse im Stehen von allen Seiten, während die Richterin Name, Alter, Rasse und Geschlecht vorliest. Danach verlässt der/die Teilnehmer*in den Bereich wieder.

